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25.07.2020

Treffen mit dem SC Rheinbach

Vereinssport begeistert mich schon immer und spielt in meiner Familie eine wichtige Rolle. Sportvereine machen Jugendarbeit, verbinden alle Altersgruppen und Schichten und leisten einen elementaren Beitrag zur Integration. Wo können Kinder und Jugendliche besser lernen, wie man in der Gemeinschaft fair miteinander umgeht, Verantwortung übernimmt und Regeln akzeptiert als im Mannschaftssport? Wo sonst können sich Menschen unabhängig von Herkunft und Beruf begegnen und ein gemeinsames Ziel verfolgen?

Der SC Rheinbach ist der größte Fußballverein in Rheinbach. Über 660 Mitglieder aus vielen unterschiedlichen Herkunftsländern bilden 25 Mannschaften aller Altersgruppen, von den Mini-Kickern bis zu den Altherren. So war es mir wichtig, diesen für das Rheinbacher Leben bedeutenden Verein und seine Anliegen kennenzulernen. Ich konnte Hermann Josef Frings und Roland Obersteg, die beiden Vorsitzenden des SC, am Vereinsheim neben dem Kunstrasenplatz treffen, auf dem gerade die Jungs der E-Jugend im Rahmen eines Ferien-Fußballcamps trainierten.

Auf die wesentlichen Probleme kamen Frings und Obersteg schnell zu sprechen. Insgesamt sei die Situation der Sportstätten in Rheinbach desaströs, es mangele an allem.

Dringend benötigt würden mehr Trainingskapazitäten auf dem Platz bzw. längere Trainingszeiten auf dem Kunstrasen, der als einziger von den Rheinbacher Kernstadtplätzen bespielbar sei, dafür aber von SC und TV Rheinbach, Bundeswehr und Schulen genutzt werde, erläuterte Hermann Frings. Auch das Sportabzeichen werde hier abgenommen. Manchmal seien 3-4 Mannschaften mit insgesamt mehr als 90 Personen gleichzeitig auf dem Platz – eine untragbare Situation.

Was auch komplett fehle seien die Hallenkapazitäten für den Winter, denn während Jugendliche und Erwachsene ganzjährig draußen trainieren, seien Kinder bei schlechter Witterung auf die Halle angewiesen.

Rheinbach brauche dringend ein Sportstätten-Gesamtkonzept für Schulen, Vereine und Bundeswehr. Kreative Ansätze und Vorschläge zur Kooperation mit der Bundeswehr lägen auf dem Tisch, berichtet Roland Obersteg. „Von der Stadtverwaltung erwarten wir Leadership, das heißt Bereitschaft und Initiative, mit allen Beteiligten gemeinsam Lösungen zu finden,“ so Obersteg.

Während die Ferien-Fußballer auf ihre Pizza warteten, durfte ich noch auf ein Foto mit allen Beteiligten. Zum Abschied konnte ich Hermann Frings und Roland Obersteg zusichern, mich im Falle meiner Wahl zum Bürgermeister mit allen Mitteln für kreative Lösungen für den Vereinssport in Rheinbach einzusetzen.