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12.08.2020

Gemeinsam für die Menschen und eine gerechtere Welt – Treffen mit Rheinbacher Ehrenamtlichen

In den letzten Tagen hatte ich das Vergnügen, unter der großen Kastanie im Café Silberlöffel Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Rheinbacher Ehrenamts-Organisationen zu treffen, darunter Doris Kübler, Doris Chahal und Angelika Skupnik vom Freiwilligenzentrum Blickwechsel, Maria Kabira vom Eine-Welt-Laden, Rita Steglich von der Fairtrade-Initiative sowie Pia Grünberg und Jörg Nawrath von der Initiative „Rheinbach ohne Plastikmüll“.

Es ist großartig, mit welchem Einsatz und langem Atem engagierte Menschen helfen, in Rheinbach ein Stück bessere Welt zu schaffen.

So vermittelt das Freiwilligenzentrum Blickwechsel seit nunmehr sechs Jahren Ehrenamtliche an Rheinbacher Organisationen, die Unterstützung brauchen, vom Seniorenheim bis zur Rheinbacher Tafel. Zurzeit sind über 30 Ehrenamtliche im Alter von 20 – 70 Jahren aktiv; manche bleiben über Jahre und finden im Ehrenamt eine erfüllende Aufgabe, erleben Gemeinschaft und schließen Freundschaften.

Der „Eine-Welt-Laden“ wird vom Förderverein „Eine-Welt-Laden“ der Katholischen Kirchengemeinde betrieben und verkaufte Fair-Trade Tee, Schokolade oder Kaffee, lange bevor es fair gehandelte Produkte in fast jedem Supermarkt gab. Fairer Handel bedeutet, dass kleine Produzenten und Familienunternehmen im globalen Süden ihre Produkte zu gerechten Bedingungen und garantierten Preisen verkaufen können. „Wir sind überzeugt, dass das Verhalten jedes Einzelnen hier vor Ort in anderen Teilen der Welt Konsequenzen hat,“ erklärte Rita Steglich von der Steuerungsgruppe Rheinbach Fair-TradeTown. „Durch bewussten Konsum kann jeder die Welt ein bisschen verbessern.“

Falls sich durch die Arbeit ein kleiner Gewinn ergibt und  Geld zum Spenden übrig ist, gingen diese Spenden bisher vorzugsweise an die Partnergemeinde der katholischen Kirche in Kiruhura, Ruanda. Außerdem an Projekte in Haiti und Guatemala, deren Verantwortliche uns persönlich bekannt sind. „Wir sind glücklich über diesen Erfolg“, berichtete mir Maria Kabira, die langjährige Co-Vorsitzende. „Und ganz besonders freuen wir uns, dass Rheinbach seit sechs  Jahren Fair Trade-Town ist und sich dem fairen Handel verpflichtet fühlt.“

Gegen Ende des interessanten Austausches im Café Silberlöffel stellte Jörg Nawrath die Initiative „Rheinbach ohne Plastikmüll“ vor, deren Ziel es ist, in Rheinbach und Umgebung Plastikmüll zu reduzieren. Die Bürger sollen sensibilisiert und inspiriert werden, im Alltag plastikfreie Alternativen zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit der Stadt Rheinbach möchte man Ansprechpartner für Interessierte sein. Es soll aufgezeigt werden, wie jeder Einzelne mit wenigen Mitteln und Einsatz eine deutliche Reduzierung des Plastikmülls erreichen kann.

Natürlich steht auch die Stadtverwaltung in der Pflicht, bei Veranstaltungen in Rheinbach und den Ortsteilen dafür zu sorgen, dass diese möglichst plastikmüllfrei organisiert werden, zum Beispiel Karneval, Rheinbach Classics, Kirmes, Weihnachtsmarkt.

Sollte ich zum Rheinbacher Bürgermeister gewählt werden, sehe ich eine wichtige Aufgabe darin, die Ehrenamtlichen zu unterstützen, wo immer es geht. Ohne den Einsatz engagierter Bürgerinnen und Bürger würde uns in Rheinbach ein großes Stück Lebensqualität fehlen.