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09.09.2020

Besuch bei Rheinbacher Städtepartnerschaftsvereinen

Beim Besuch der Partnerschaftsvereine war ich einmal mehr beeindruckt von den vielfältigen Projekten, die Rheinbacher*innen ehrenamtlich auf die Beine stellen. Städtepartnerschaften sind eine tolle Sache – wenn auf beiden Seiten engagierte Menschen diese Freundschaften mit Leben füllen. Einige dieser Menschen durfte ich nun kennenlernen, und es gab eine Menge zu erfahren.

Von der Entwicklung der ersten Kontakte nach Villeneuve lez Avignon in Frankreich in den späten 60er Jahren bis zu unserer Partnerschaft mit dem englischen Sevenoaks, die offiziell seit Juni 2000 besteht, gab es unzählige gegenseitige Besuche und gemeinsame Erlebnisse. Das English Breakfast im Oktober ist sicher ebenso eine Institution, wie die jährlichen Reisen und Gegenbesuche.

Neben den beiden genannten Städten ist Rheinbach auch mit den Städten Deinze in Belgien und Kamenicky Senov (Steinschönau) in Tschechien partnerschaftlich verbunden. Mit Deinze verbindet uns vor allem auch eine musikalische Freundschaft, so Uwe Jansen, Vorsitzender des Vereins. Die Musikschulen, Orchester und Chöre beider Städte besuchen und treffen sich regelmäßig zu Konzerten und traditionellen Festivitäten beider Städte.

Mich beeindruckte auch die besondere Partnerschaft mit dem Ort Kamenicky Senov (Steinschönau) in Tschechien, mit dem Rheinbach auch geschichtlich eng verbunden ist. Waren es doch Glaskünstler und Lehrmeister aus Steinschönau, die nach Kriegsende zahlreich in unsere Stadt kamen, 1948 unser bis heute sehr renommiertes Berufskolleg für Glas und Gestaltung gründeten und deren handwerklichen Traditionen die Glasstadt Rheinbach bis heute prägen.

Hedwig Schmitt-Wojcik, die als Rektorin der Tomburg-Realschule ganz wesentlich zum Aufbau der Kontakte mit Villeneuve lez Avignon beigetragen hat und heute die Vorsitzende des Vereins ist, betonte bei dem Treffen besonders den Wert für die jungen Menschen. An die 2400 Schüler*innen hätten bis heute an Austauschen teilgenommen und so ihre Perspektiven in Europa erweitert. In den über 50 Jahren sind unzählige tolle Begegnungen und Freundschaften entstanden.

Die Partnerschaftsvereine leben vom Engagement und der Mitgliedschaft vieler Menschen auf beiden Seiten, aber auch von der Unterstützung durch die Stadt. Diese Unterstützung muss ganz vielfältig sein. Es geht hier nicht in erster Linie um finanzielle Unterstützung. Feste Ansprechpartner und feste Strukturen der Zusammenarbeit mit der Stadt sind ebenso wichtig. Hier würde ich sicher gern noch das ein oder andere verbessern, um die Vereine noch mehr zu unterstützen.