Mobile Menü
Mobiles Menü
15.08.2020

Bei den Bürgerinnen und Bürgern in Hilberath und Todenfeld

Die benachbarten Rheinbacher Höhenorte Hilberath und Todenfeld hatten für mich eine große Bühne vorbereitet. Auf der Waldlichtung „Rond Heck“ hatten sich 65 Bürgerinnen und Bürger eingefunden, um mich als unabhängigen Kandidaten und meine politischen Ziele für Rheinbach kennenzulernen.

Ich behandelte ein weites Themenfeld von Umwelt- und Klimaschutz, über die Wohn- und Schulsituation, Sport und Kultur sowie Infrastruktur und Verkehr, ebenso wie Wirtschaft und Finanzen.  Ich machte anhand praktischer Beispiele klar, dass die Stadtverwaltung stets im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben arbeitet, aber dabei als Dienstleister immer das Wohl der Stadt und der dort lebenden Menschen im Blick haben muss. Ich betonte dabei auch den hohen Wert des ehrenamtlichen Engagements der Bürgerinnen und Bürger, ohne dass eine Stadt nicht funktionieren kann.

Allerdings sind nicht alle Ziele der Bürgerinnen und Bürger umsetzbar, weil vorhandene Strukturen und gesetzliche Vorgaben dies verhindern.  Aber es gibt sinnvolle Vorschläge aus der Bürgerschaft in denen der Kampf gegen diese Hindernisse Erfolg haben kann. Und dann, so fügte ich hinzu „bin ich für diesen Kampf bereit.“

Zur Halbzeit des zweistündigen Treffens gab es zur Stärkung und Erfrischung: Kühle Getränke und Currywurst. Danach folgte eine sehr intensive Diskussion mit Fragen und Vorschlägen. Ich stellte mich jedem Thema mit menschlichem Verständnis, fundiertem Sachverstand und eigener umfangreichen Verwaltungserfahrung aus 30jähriger Berufstätigkeit in verschiedenen Städten und Wirtschaftsunternehmen. Dabei wurde deutlich, wie umfangreich und tiefgehend ich mich mit der Geschichte und der aktuellen Situation der Stadt befasst hatte. Ich umschrieb die Kassenlage der Stadt diplomatisch als „nicht ganz optimal“, wies aber auch daraufhin, dass Bund und Land immer wieder dazu neigen, den Kommunen Aufgaben zu übertragen, ohne die dazu notwendigen Finanzmittel zu gewähren. Es ist ein alter Konflikt, aber er muss gelöst werden, um den Kommunen ihre Gestaltungsfähigkeit zurück zu geben.

Hier liegt eine wichtige Aufgabe, die mich anspornt. Insgesamt betrachtet, sehe ich Rheinbach als liebenswerte und zukunftsfähige Stadt mit einem Kern, umgeben von einem Kranz unterschiedlicher Außenorte. Ein Bürgermeister muss diese Vielfalt achten und stärken.  Ich kenne viele ähnliche Situationen aus meiner früheren Position als Bürgermeister.

Die Besucher und Besucherinnen lernten mit mir einen humorvollen und zugewandten Menschen kennen, der mit seinen beiden Studienabschlüssen als Diplom-Verwaltungswirt und dem Kommunaldiplom der Verwaltungsakademie sowie seiner umfangreichen kommunalpolitischen Erfahrung überzeugen und punkten konnte.

Ich dankte für die offene Aufnahme und Aussprache in Hilberath und wurde zusammen mit meiner Frau mit kräftigem Applaus verabschiedet.