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Mein Rheinbach-Tagebuch

05.08.2020

Treffen mit dem Seniorenforum Rheinbach e.V.

Mir liegt ein gutes Miteinander der Generationen besonders am Herzen. So habe ich mich sehr gern mit Henning Horn, dem Vorsitzenden des Rheinbacher Seniorenforums getroffen, um zu erfahren, welche vielfältige Arbeit dieser Verein seit vielen Jahren leistet.

„Unsere Tätigkeiten sind so unterschiedlich, wie die Menschen, die uns brauchen“, sagte mir Herr Horn und erzählte während unseres Treffens eine Menge aus der erfolgreichen Arbeit seiner Mitstreiter. Ich bin beeindruckt, wie viele unterschiedliche Projekte dieser Verein bisher umgesetzt hat.

So hat das Seniorenforum Rheinbach e.V. neben seiner alltäglichen Hilfe, die Begleitung und Beratung in vielen Lebensbereichen umfasst, auch das erfolgreiche Projekt „Taschengeldbörse“ umgesetzt, das ältere und junge Menschen zusammenbringt und es Senioren ermöglicht, auf unkomplizierte Weise Hilfe, z.B. bei der Gartenarbeit,  gegen ein Taschengeld zu bekommen, mit dem sich Schüler und Studenten etwas dazuverdienen können.  Das ist eine tolle Idee, generationsübergreifende Kontakte zu schaffen, die ein Gewinn für beide sind.

Wenn ich mich in Rheinbach umsehe, fallen mir die bequemen Sitzbänke auf, die wir ebenfalls der engagierten Arbeit des Vereins verdanken. Sie sind zwar den besonderen Bedürfnissen von älteren Menschen angepasst, sind aber für alle Menschen einladend und machen unsere Stadt einfach noch ein bisschen freundlicher.

Auch die Verkehrssicherheit haben die engagierten Vereinsmitglieder stets im Blick und machen immer wieder auf „Stolperfallen“ im Stadtgebiet aufmerksam.  Auch hier geht es nicht nur um die älteren Menschen, für die oft schon kleinste Schäden am Bürgersteig echte Herausforderungen darstellen. Jeder, der mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs ist, weiß, wie schnell ein nicht abgesenkter Gehweg zum Hindernis werden kann.

Ich weiß aus meiner bisherigen Arbeit in Everswinkel, wie wichtig ein gutes Miteinander der Generationen ist.

Der Besuch des Seniorenforums Rheinbach e.V. hat mir wieder einmal gezeigt, wie wertvoll ehrenamtliche Arbeit für unsere Stadt ist, und ich bin beeindruckt, welchen immensen Beitrag dieser Verein zu einem lebenswerten Rheinbach für alle Altersgruppen leistet.

04.08.2020

Priorität Wald – Nur professionell koordinierte Hilfsmaßnahmen können gegen den Klimaschaden helfen

Erst vor kurzem besuchte ich den Rheinbacher Stadtförster, um mich über die aktuellen durch den Klimawandel und Schädlingsbefall hervorgerufenen Großschäden zu informieren.

Der für Rheinbach sehr wichtige Wald mit seinen Hauptfunktionen Klimaschutz, besonders auch direkt für Rheinbach, Holzwirtschaft und Erholung/Tourismus besteht sowohl aus städtischem (830 Hektar) als auch aus privatem Wald (800 Hektar).

Die privaten Waldbesitzer sind in der Forstbetriebsgemeinschaft Rheinbacher Höhen organisiert (130 Mitglieder).

Für mich, der ich mich in meinen Wahlzielen ganz klar den Herausforderungen des Klimawandels und damit auch der Bekämpfung der Klimafolgeschäden stelle, ist es eine Selbstverständlichkeit, die Situation im Rheinbacher Privatwald näher kennenzulernen. Deshalb traf ich kürzlich den Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaft, Michael von Brauchitsch, vor Ort in einem Waldgebiet bei Todenfeld. In seiner Führung berichtete von Brauchitsch detailliert über die teils katastrophale Lage des Waldes.

Aufgrund meiner langjährigen Zusammenarbeit als Bürgermeister mit den Landwirten im Münsterland konnte ich die Situation der hiesigen Forstwirte sehr schnell überblicken. Durch den Borkenkäferbefall wurden inzwischen fast alle Fichtenbestände zerstört bzw. sind nicht mehr reparabel. Auch andere Holzarten, vor allem die Buche, sind durch die langen Trockenperioden betroffen. Der Preisverfall v.a. beim Fichtenholz führt dazu, dass kein Ertrag mehr erzielt werden kann und selbst die Kosten für das Fällen der abgestorbenen Bäume nicht mehr gedeckt sind.

Der Rheinbacher Stadtrat hat bereits in seiner kürzlich verabschiedeten Klimaresolution beschlossen, den Wald als Priorität zu behandeln und folglich als natürliche CO2-Senke zu erhalten und auszubauen.

Die dafür erforderlichen, großflächigen Wiederaufforstungen (Pflanzung und Einzäunung) können in vielen Fällen von den Privatwaldbesitzern finanziell nicht mehr geleistet werden. Aus diesem Grund haben sich die Privatwaldbesitzer bereits im Mai mit einem Brandbrief u.a. an alle Rheinbacher Ratsfraktionen gewandt.

Für die Entwicklung zielführender Lösungen liegt nun die klare Verantwortung beim zukünftigen Rheinbacher Bürgermeister. Im Zusammenspiel mit dem Stadtrat, den zuständigen Behörden, dem Land NRW und den Waldbesitzern müssen effiziente Pläne entwickelt werden.

Hierzu ist neben Moderationsfähigkeit vor allem auch erfahrenes und professionelles Auftreten gegenüber anderen Behörden, wie z.B. Landwirtschaftskammer, Kommunalaufsicht und Ministerien gefragt. All diese Fähigkeiten bringe ich durch meine Ausbildung und langjährige berufliche Erfahrung in hervorragender Weise mit.

Für den Erhalt des Rheinbacher Waldes mit all seinen Funktionen  ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und der Forstbetriebsgemeinschaft erforderlich. Dies begrüßen Michael von Brauchitsch und ich einhellig.

30.07.2020

Auf Ballhöhe gebracht – Mein Besuch beim SV Schwarz-Weiß Merzbach

Badminton, eSports, Fußball, Gymnastik, Headis, Nordic Walking und Tennis – der SV Schwarz-Weiß Merzbach bietet seinen rund 500 Mitgliedern ein breites Spektrum an sportlichen Aktivitäten in einer landschaftlich besonders reizvollen Lage. Verstanden habe ich, dass der Verein wie viele andere dieser Größenordnung unter einem Kernproblem leidet: Nachwuchssorgen bei den Aktiven. Darum haben die Verantwortlichen des SV Schwarz-Weiß Merzbach aus der Not eine Tugend gemacht und zwei außergewöhnliche Abteilungen ins Leben gerufen: E-Sport und Headis. Das E in E-Sport steht für den sportlichen Wettkampf mit Computerspielen, während Headies eine Funsportart mit einer Mischung aus Tischtennis und dem Kopfball des Fußballs ist.

Besonders beeindruckt bin ich von der gelebten Solidarität des Vereins mit der benachbarten Grundschule, dem Kindergarten sowie der Evangelischen Jugendbildungsstätte Merzbach. Sie alle haben untereinander kostenfreien Zugriff auf die unterschiedlichen Raumnutzungsangebote – natürlich alles nach vorheriger Absprache. „Man hilft sich untereinander, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen gemeinsam zu meistern“, wie die stellv. Vorsitzende Heike Thomm betont.

Neben den vielen positiven Eindrücken habe ich natürlich einiges über die Themen gelernt, die den Vereinsverantwortlichen im wahren Wortsinne ‚unter den Nägeln brennen‘. Mein Eindruck bestätigt sich: „Das Ehrenamt muss intensiv gepflegt werden, sonst läuft der Ball nicht wirklich rund!“

25.07.2020

Treffen mit dem SC Rheinbach

Vereinssport begeistert mich schon immer und spielt in meiner Familie eine wichtige Rolle. Sportvereine machen Jugendarbeit, verbinden alle Altersgruppen und Schichten und leisten einen elementaren Beitrag zur Integration. Wo können Kinder und Jugendliche besser lernen, wie man in der Gemeinschaft fair miteinander umgeht, Verantwortung übernimmt und Regeln akzeptiert als im Mannschaftssport? Wo sonst können sich Menschen unabhängig von Herkunft und Beruf begegnen und ein gemeinsames Ziel verfolgen?

Der SC Rheinbach ist der größte Fußballverein in Rheinbach. Über 660 Mitglieder aus vielen unterschiedlichen Herkunftsländern bilden 25 Mannschaften aller Altersgruppen, von den Mini-Kickern bis zu den Altherren. So war es mir wichtig, diesen für das Rheinbacher Leben bedeutenden Verein und seine Anliegen kennenzulernen. Ich konnte Hermann Josef Frings und Roland Obersteg, die beiden Vorsitzenden des SC, am Vereinsheim neben dem Kunstrasenplatz treffen, auf dem gerade die Jungs der E-Jugend im Rahmen eines Ferien-Fußballcamps trainierten.

Auf die wesentlichen Probleme kamen Frings und Obersteg schnell zu sprechen. Insgesamt sei die Situation der Sportstätten in Rheinbach desaströs, es mangele an allem.

Dringend benötigt würden mehr Trainingskapazitäten auf dem Platz bzw. längere Trainingszeiten auf dem Kunstrasen, der als einziger von den Rheinbacher Kernstadtplätzen bespielbar sei, dafür aber von SC und TV Rheinbach, Bundeswehr und Schulen genutzt werde, erläuterte Hermann Frings. Auch das Sportabzeichen werde hier abgenommen. Manchmal seien 3-4 Mannschaften mit insgesamt mehr als 90 Personen gleichzeitig auf dem Platz – eine untragbare Situation.

Was auch komplett fehle seien die Hallenkapazitäten für den Winter, denn während Jugendliche und Erwachsene ganzjährig draußen trainieren, seien Kinder bei schlechter Witterung auf die Halle angewiesen.

Rheinbach brauche dringend ein Sportstätten-Gesamtkonzept für Schulen, Vereine und Bundeswehr. Kreative Ansätze und Vorschläge zur Kooperation mit der Bundeswehr lägen auf dem Tisch, berichtet Roland Obersteg. „Von der Stadtverwaltung erwarten wir Leadership, das heißt Bereitschaft und Initiative, mit allen Beteiligten gemeinsam Lösungen zu finden,“ so Obersteg.

Während die Ferien-Fußballer auf ihre Pizza warteten, durfte ich noch auf ein Foto mit allen Beteiligten. Zum Abschied konnte ich Hermann Frings und Roland Obersteg zusichern, mich im Falle meiner Wahl zum Bürgermeister mit allen Mitteln für kreative Lösungen für den Vereinssport in Rheinbach einzusetzen.

20.07.2020

Auf Stippvisite in Achims Sportshop

Bereits im Vorfeld war ich sehr gespannt darauf, den Rheinbacher Spezialisten für Laufsport, Walking und Outdoor Achim Phiesel in seinem Ladenlokal persönlich kennenlernen zu dürfen. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Besonders beeindruckt haben mich seine Ausführungen zur Coronakrise, seine persönlichen und beruflichen Erfahrungen, die er und sein Team in dieser schweren Zeit gemacht haben. Neben dem guten Kontakt unter den Rheinbacher Gewerbetreibenden hat Herr Phiesel eigene Akzente gesetzt und mit vorausschauenden Ideen die zunächst verloren gegangenen Umsätze wieder aufgefangen.

Starkes Engagement, gute Ideen, vorausschauendes Handeln und auch das nötige Quäntchen Glück an der einen oder anderen Stelle sprechen für Kontinuität: So steht im kommenden Jahr das 20-jährige Firmenjubiläum von Achims Sportshop an. Ein Grund mehr, die vielen weiteren Themen, die Herr Phiesel und ich angesprochen haben, in weiteren Gesprächen zu vertiefen.

15.07.2020

Sicher Radfahren auf den „blauen Straßen“ – ein Quantensprung für Rheinbach

Seit einiger Zeit beschäftigen sich Mitglieder des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) Rheinbach mit einem Konzept für sichere Radwege für Rheinbach. Auch ich, der ich gerne und viel Rad fahre, habe bereits gemerkt, dass Radfahren in unserer schönen Stadt eine Herausforderung ist – sei es durch Stolperkanten, andere Hindernisse, im Nichts endende oder gänzlich fehlende Radwege.

Ich komme aus einer Gegend, in der Radfahren eine große Rolle spielt und viel für den Radverkehr getan wird – also nahm ich sehr gerne die Einladung des ADFC an, das Konzept für sichere Radwege, die sogenannten „blauen Straßen von Rheinbach“, kennenzulernen.

Drei ADFC-Mitglieder, die das Konzept der „blauen Straßen“ gemeinsam entwickelt haben, sowie der Ortsgruppenvorsitzende Dietmar Pertz trafen mich an der Ecke Mörike-/Eichendorffweg. Wir radelten auf Abschnitten der vorgesehenen Wegeführung bis zum Bahnhof Rheinbach. Die zentrale Idee der „blauen Straßen“ ist, Fußgänger-, Auto- und Radverkehr mit Hilfe von deutlichen blauen Markierungen weitgehend voneinander zu trennen – das erzeuge Sicherheit, verhindere Gefahrensituationen und ermögliche dadurch Spaß am Radfahren, erklärte man mir unterwegs.

Viele Bürger*innen – etwa 60 % – würden gerne für Erledigungen und Einkäufe innerhalb Rheinbachs vom Auto aufs Rad umsteigen. Mitorganisatorin Miriam Wüscht, die privat in der Stadt fast ausschließlich mit dem (Lasten-)Rad unterwegs ist, erläuterte an praktischen Situationen, warum viele Menschen den als gefährlich empfundenen Stadtverkehr meiden und lieber mit dem Auto fahren. Als problematisch empfindet sie fehlende Stellplätze mit Fahrradbügeln, die ein sicheres Abschließen der Fahrräder ermöglichten und bei Diebstahl den Versicherungsbedingungen genügen. Als Mutter zweier Kinder wünscht sie sich natürlich fahrradgerechte Schulwegrouten sowie ausreichend überdachte und anschlusssichere Abstellplätze an allen Schulen und Kindergärten der Stadt.

Abschließend diskutierten wir im ADFC-Büro bei netter Bewirtung ausführlich über die „blauen Straßen“ und die weiteren Perspektiven. „Die blauen Straßen von Rheinbach“, so Fritz Spiering (Initiator), haben großes Potential als „Vorzeigeprojekt“ für andere Städte, die in ähnlicher Situation für ihre gemütlichen, aber schmalen und engen Straßen ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept suchen. Gut präsentiert werden „Die blauen Straßen von Rheinbach“ Besucher, Fachbesucher und Interessierte anlocken und damit Kaufkraft in unsere Stadt bringen.

Noch in dieser Wahlperiode wird das Thema im Stadtrat behandelt und alle Beteiligten hoffen darauf, dass die Stadt die Forderung des ADFC auf freiwilliger Basis umsetzt. Ich wünsche viel Erfolg. Sicher Radfahren auf den „blauen Straßen“ – das könnte ein Quantensprung für Rheinbach werden.

14.07.2020

Ein verborgenes Juwel – Mein Besuch bei der Staatl. Glasfachschule

Glasfachschule? Berufskolleg? Europaschule? Gestaltung und Keramik? Faszinierend, welch breitgefächertes Angebot Rheinbach für Schüler mit Kreativität und Interesse an Gestaltung bereithält – alles unter einem Dach an der Staatl. Glasfachschule.

Neugierig geworden auf diese Schule, besuchte ich den Schulleiter, Herrn Oberstudiendirektor Jochen Roebers, der mich bei einem Rundgang durch das moderne lichtdurchflutete Gebäude über die verschiedenen Ausbildungsangebote informierte.

Die Glasfachschule ist eine von nur drei Berufskollegs für die Fachrichtung Glas in ganz Deutschland (neben Hadamar und Zwiesel). Die Werkstätten der Schule bieten bessere Möglichkeiten als so mancher Betrieb, weshalb die Ausbildungen zum Glasveredler (Fachrichtung Malerei, Gravur, Kanten- und Flächenveredlung) und Glaser in Vollzeit angeboten werden.

Jugendliche aus sämtlichen Bundesländern kommen nach Rheinbach, denn der Theorieunterricht in den handwerklichen und industriellen Glasberufen wird blockweise erteilt – die Jugendlichen wohnen während ihres mehrwöchigen Unterrichtsblocks im Jugendwohnheim Haus Rheinbach.

Das Berufliche Gymnasium (Schwerpunkt Gestaltung und Sprache) führt zum Zentralabitur – eine von vier Möglichkeiten in Rheinbach, die Allgemeinen Hochschulreife zu erlangen. Zu den weiteren Angeboten gehören die Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten und die Fachoberschule für Gestaltung. Beeindruckt haben mich die sehr gute technische Ausstattung in allen Bereichen der Schule. Die vorbildliche Vernetzung mit Betrieben und Schulen in ganz Europa durch Praktika, Austausche und Erasmus-Programme führte zur Zertifizierung als Europaschule.

Natürlich diskutierten wir auch die Herausforderungen, etwa die Hygienemaßnahmen durch Corona, die langen Anfahrtswege für die Tagesschüler aufgrund des großen Einzugsgebiets und die Engpässe beim Zubringer-ÖPNV, besonders auf der „letzten Meile“. Auch die Belegung der Sporthalle durch Vereine und andere Schulen ist nicht immer unproblematisch.

Die Stadt Rheinbach sollte sich bemühen, das Staatl. Berufskolleg, das überregional und auch international einen sehr guten Ruf hat, auch hier vor Ort noch wirksamer und sichtbarer einzubinden und bekannt zu machen. Wir Rheinbacher können stolz sein auf diese ganz besondere Schule!

13.07.2020

Besuch der Malteser-Rettungswache in Rheinbach

Einen äußerst interessanten Einblick in die Arbeit der Malteser konnte ich bei meinem Besuch in der Rheinbacher Rettungswache bekommen. Nach einer ausführlichen Begrüßung erfuhr ich zunächst eine Menge über die vielfältigen Aufgaben der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Dazu gehören längst nicht nur Rettungseinsätze, auch wenn die sicher zu den wichtigsten Aufgaben gehören. Die Rheinbacher Malteser sind als Ausbildungswache auch für die 3-jährige Schulung der Notfallsanitäter in der Region verantwortlich und kümmern sich um Erste-Hilfe-Kurse ebenso wie um die Ausbildung von Schulsanitätern, die medizinische Begleitung von Großveranstaltungen und viele andere Aufgaben.

Beim Blick in die Fahrzeughallen wird klar, wie wichtig der Standort Rheinbach für die Notfallversorgung in der Region ist. So stehen täglich mindestens 10 Fahrzeuge, davon stets zwei Rettungswagen und ein Notarztwagen, 24 Stunden zur Verfügung.

Intensiv diskutierten die Malteser mit mir über den hohen personellen Aufwand, der nötig ist, um jederzeit schnell helfen zu können. Dabei ging es um die große Anzahl an gut qualifizierten Einsatzkräften bis hin zum Notarzt, der auf der Rheinbacher Wache ständig vor Ort ist.

Immer wieder hört man davon, dass Rettungskräfte dabei angegriffen oder in ihrer Arbeit behindert werden. „Das erleben wir hier äußerst selten“, sagte mir Thorsten Schuhmann, Leiter der Rettungswache, „wir hören das aber von den Kollegen aus großen Städten und das macht uns schon Sorgen“.

Mich hat im Besonderen die Mischung aus hauptamtlichen Mitarbeitern und Ehrenamtlern beeindruckt. Sie ist auch für Kreisgeschäftsführer Michael Krämer ein besonderer Gewinn, denn ohne das Ehrenamt gäbe es beispielsweise den Besuchsdienst mit Hunden nicht, der sehr viel Freude in Alten- und Pflegeeinrichtungen bringt.

Zum Schluss bekam ich noch einen Einblick in die Arbeit des Malteser-Pflegedienstes, dem Malteser Hausnotruf und den beliebten „Essen auf Rädern“-Service. Herzlichen Dank an Christoph Merker (Geschäftsführer Ehrenamt), Michael Krämer (Kreisgeschäftsführer), Michael Mackowiak (Stadtbeauftragter) und Thorsten Schuhmann (Wachleiter) für den ausführlichen Blick hinter die Kulissen.

11.07.2020

Mein Besuch im Evangelischen Jugendzentrum (JuZe)

In den letzten Tagen habe ich das Jugendzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde (JuZe) in der Brahmsstraße besucht. Pfarrerin Gudrun Schlösser, Pfarrer Dr. Diethard Römheld und Gemeindepädagogin und Sozialarbeiterin Manuela Rottschäfer stellten mir bei einem Kaffee die große Gemeinde, ihre Struktur und ihre vielfältigen Aufgaben vor.

Besonders beeindruckten mich das Angebot der Sozialberatung der Diakonie und die Berichte über die gute Ökumene vor Ort. Nebenbei: Jetzt kenne ich auch den Unterschied zwischen Weihe (kath.) und Ordination (evg.).

Mit dem JuZe lernte ich ein zentrales Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Rheinbach kennen. Der Leiter des Jugendzentrums, Diplom-Sozialpädagoge und Sozialarbeiter Felix Mors, erfüllt das JuZe seit sechs Jahren mit Leben und gutem Geist, sodass Jugendliche hier ihr zweites Zuhause finden können – ein offenes Ohr für Nöte und Sorgen, einen Raum, ihre Ideen auszuleben (z.B. beim Bau eines BMX-Rades in der Werkstatt), ein Wohnzimmer zum Zusammensein mit Freunden, zum Kickern, Musikmachen oder Billard spielen oder eine Küche, um Gulasch wie bei Oma zu kochen und gemeinsam zu essen. Viele kommen als Jugendliche und bleiben als junge Erwachsene.

Abschließend durfte ich mir mit der Leiterin der Einrichtung, Frau Mannroth, noch die Räumlichkeiten und den weitläufigen Garten der Ev. Kindertagesstätte „Theodor Fliedner“ ansehen. Alles in Allem viele bereichernde und informative Eindrücke von diesem wichtigen Teil des Rheinbacher Gemeindelebens.

06.07.2020

Partnerschaft des Friedens zwischen Douaumont-Vaux und Rheinbach

Am 10. November 2019 gegründet wurde die symbolträchtige Partnerschaft des Friedens zwischen der Commune de Douaumont-Vaux, bestehend aus zwei Dörfern auf dem ehemaligen Schlachtfeld bei Verdun, und der Stadt Rheinbach.

Im Rathaus gibt derzeit eine sehr anschaulich gestaltete Ausstellung gute Einblicke in die Zeit des 1. Weltkrieges, die menschenverachtende Schlacht bei Verdun, die Nachkriegszeit sowie die Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland bis hin zur heutigen Partnerschaft des Friedens.

Ich habe es mir nicht nehmen lassen, die Ausstellung unter fachkundiger Führung von Peter Baus zu besuchen.

Wenn man sich an solche Gräueltaten erinnert, wird einem wieder sehr bewusst, wie gut es uns doch geht. Den Krieg nicht aus eigenem Erleben kennen zu müssen, sondern in Frieden und Freiheit leben zu dürfen, das ist jede Anstrengung wert!

Tief bewegt von den gewonnenen Eindrücken wünsche ich der Partnerschaft des Friedens, dass sie die Erinnerung wachhält und somit ihren Teil zu Frieden und Freundschaft in Europa beiträgt.

03.07.2020

Feierabendmarkt in Rheinbach ist ein Gewinn für die Stadt

Neu in Rheinbach ist seit dem 2. Juli der Rheinbacher Feierabendmarkt. Er findet nun jeden Donnerstag auf dem Kirchplatz St. Martin von 16.00 bis 19.00 Uhr statt. Kleine Erzeugerbetriebe aus der Region bieten ihre Waren an. Die Eröffnung habe ich mir mit meiner Partnerin nicht entgehen lassen. Bei den „Beschickern“ des Marktes habe ich mir einen Überblick verschafft und kam an den einzelnen Ständen mit vielen Anbieterinnen und Anbietern sowie Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Das Angebot auf dem Markt war vielfältig. So boten Erzeuger u.a. frische Freilandeier an sowie Kartoffeln, saisonales Obst, frisches Gemüse und Milchprodukte. An mehreren Ständen gab es leckere Kirschen und natürlich auch Honig. Vertreten war u.a. auch die Verein NaturGarten e.V., die Initiative Plastikmüllfreies Rheinbach, der Eine-Welt-Laden und die Fairtrade-Steuerungsgruppe Rheinbach. Demnächst wird das Angebot erweitert werden mit Chutneys, Duft- und Kräuterpflanzen, Ziegenkäse und Brot.

Der Feierabendmarkt ist wirklich ein Gewinn für die Rheinbach und eine tolle Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Und so waren unter meinen Gesprächspartnern auch Bürgermeister Stefan Raetz, Pfarrer Bernhard Dobelke sowie Oliver Wolf vom Gewerbeverein Rheinbach.

01.07.2020

Waldspaziergang mit Stadtförster Sebastian Tölle

Mit Stadtförster Sebastian Tölle habe ich mich zu einem kleinen Waldspaziergang getroffen. In dem sehr interessanten Gespräch hat er mir detailliert die Bewirtschaftung des Rheinbacher Stadtwaldes mit allen seinen Herausforderungen erläutert.

Der 830 Hektar umfassende Stadtwald hat drei Hauptfunktionen: die Nutzfunktion, die Erholfunktion und die Schutzfunktion. Zunächst schützt der Wald vor Hochwasser, Lärm, Staub und bietet Lebensraum für Tiere. Ein sehr wichtiges Element ist der Beitrag des Waldes für das Klima besonders hier in Rheinbach.  Für den Bereich der Nutzfunktion berichtete Sebastian Tölle von einem jährlichen Zuwachs von 6.000 m3/Jahr bei einem Jahreshiebsatz von 5.000 m3/Jahr. Viele Faktoren gefährden und reduzieren den Waldbestand. Der extrem trockene Sommer 2018 verursachte eine starke Schädigung der Buchen, dessen ganzes Ausmaß sich erst im Jahr 2019 zeigte. Den größten Schaden erlitt der Fichtenbestand, der in den letzten beiden Jahren durch den explodierenden Borkenkäferbefall massiv reduziert wurde und im kommenden Jahr fast vollständig verschwunden sein wird. Die seit etwa einem Jahr im Stadtwald vorhandene Douglasienmücke vernichtet mühelos 130 Jahre alte Douglasien. Zum Glück hatte schon sein Vorgänger die Fichte zurückgedrängt, die resistente Eiche (43% Anteil) gefördert und durch gezielte Durchforstung die Naturverjüngung vorangetrieben, sodass der Wald in vielen Bereichen noch relativ gut intakt ist und ein attraktives Erscheinungsbild bietet. Ein vorrausschauendes Handeln auch seiner Vorgänger über viele Jahrzehnte habe den heutigen Stand ermöglicht. Schließlich kann mit dem erzielten Erlös das hervorragende Wegenetz erhalten werden und ein großer Beitrag für die Erholung der Rheinbacher Bürger und vieler Besucher geleistet werden.

Sehr gut informiert habe ich mich bei Stadtförster Tölle herzlich für das Gespräch bedankt.

26.06.2020

Beindruckt vom Besuch des Jugendwohnheims „Haus Rheinbach“

Bevor die Sommerferien beginnen, habe ich eine weitere Gelegenheit zum Besuch einer besonderen Einrichtung unserer schönen Stadt genutzt: Rheinbach unterhält mit dem „Haus Rheinbach“ ein Wohnheim für angehende Handwerkerinnen und Handwerker der Glasberufe, die ihre Berufsschulblöcke an der Glasfachschule leisten.

Ich durfte die Geschäftsführung Ingo und Dr. Alexandra Steins persönlich kennenlernen, die mir neben dem aktuellen Corona-Schutzkonzept auch einen umfassenden Eindruck über das Haus mit Mensa, den Wohntrakt für Schülerinnen und Schüler, die Freizeiträume sowie den Außenbereich vermittelt haben.

Sehr beeindruckt bin ich von der Tatsache, wie gut die Pädagoginnen und Pädagogen sowie Schülerinnen und Schüler die Umstände in dieser besonderen Zeit meistern; und ich wünsche uns allen, dass möglichst bald wieder Normalbetrieb einkehren kann. Dann könnte auch die hauseigene Grillhütte wieder Schauplatz für die beliebten After-School-Events sein.

Ein architektonisches Highlight meines Besuchs war der zum Haus gehörende Hans-Schmitz-Pavillon, eine gläserne Kostbarkeit Rheinbachs, die derzeit u.a. ein Kunstprojekt zum Thema „Glück“ beherbergt. Wie gut, dass ich in dieser schönen Stadt zu Hause sein darf.

22.06.2020

Gespräch mit dem Stadtsportverband Rheinbach

Das war schon ein sehr informatives Gespräch, dass ich mit Karl-Heinz Carle, dem Vorsitzenden des Stadtsportverbandes Rheinbach (SSV) und seinem Vertreter, Dieter Schmidt, führen durfte. Ein Gespräch, in dem ich Etliches über Sportlerehrungen, Sportförderung und Sportanlagen in Rheinbach erfahren habe.

Das große Engagement, das beide Herren in ihrem Eintreten für die Belange der 29 Rheinbacher Sportvereine mit über 6.500 Sportlerinnen und Sportler zeigen, ihr unermüdlicher Einsatz als Ehrenamtler, ihr regelmäßiger Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rheinbacher Stadtverwaltung, dies alles hat mir deutlich gezeigt, dass die Interessen des Rheinbacher Sports beim SSV in guten Händen liegen.

Die Herausforderungen seien laut SSV groß: Zu geringe Kapazitäten auf den Sportplätzen und in den Turnhallen, zum Teil erheblicher Sanierungsstau und Förderprogramme, die zwar helfen, aber längst nicht ausreichen. Schwierigkeiten, die dem Vorstand des SSV große Sorgen machen.

Da stehen allen Beteiligten (Sportvereine, SSV, Stadtverwaltung und dem kommenden Bürgermeister) große, aber auch sehr wichtige Aufgaben bevor. Denn mir ist in diesem Gespräch erneut deutlich geworden, welch hohen Stellenwert der Sport für unsere Gesellschaft hat.

Die für dieses Gespräch zur Verfügung stehende Zeit war viel zu kurz, um die ganze Spannbreite der Themen auch nur anzudeuten. Mein Vorschlag, unser Gespräch in einer weiteren Runde fortzuführen, fand daher große Zustimmung. Erfreut waren die Herren Carle und Schmidt über die Idee, mir einmal bei einem der Sportabzeichen-Abnahmetermine den Betrieb auf der Sportanlage am Stadtpark anzusehen. Darauf freue ich mich.

20.06.2020

Besuch der Pfadfinder vom VCP Gau Tomburger Schar

Zu Beginn dieser Woche hatte ich das Vergnügen, die Gruppenleiter der Pfadfinder vom VCP Gau Tomburger Schar in Wormersdorf zu besuchen. Wie es für die Pfadfinder üblich ist, ging es raus in die Natur, und wir bestiegen gemeinsam die Tomburg.

Die Pfadfinder betreiben in der Kernstadt von Rheinbach so wie in Wormersdorf mehrere Gruppen und überzeugen auch heute noch mit Einfachheit und Abenteuer. Ideen, die inzwischen über 100 Jahre alt sind, aber offensichtlich nicht an Faszination verloren haben.

Besonders beeindruckend war für mich, dass Jugendliche und junge Erwachsene selbstständig und eigenverantwortlich Lager im In- und Ausland planen und daran offensichtlich eine Menge Spaß haben.

Wieder wurde ich in meiner Auffassung bestärkt, dass das Ehrenamt ein unverzichtbarer Pfeiler für die Kommune ist und es Aufgabe der Stadt ist, Ehrenamt zu ermutigen und zu fördern.

18.06.2020

Besuch beim Wormersdorfer Sportverein Tomburg Boxing Rheinbach e.V

Auf freundliche Einladung des Vereinsvorsitzenden Willi Zinken besuchte ich am vergangenen Wochenende den Tomburg Boxing Rheinbach e.V. und wohnte dem Training des Wettkampfkaders bei.

Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 7 und 17 Jahren beeindruckten während des etwa einstündigen Trainings durch Teamgeist, Körperbeherrschung und Kondition. Auch an Weltmeisterschaften nimmt der Kader seit vielen Jahren teil. So zeigte Sarah Liegmann, mit 18 Jahren bereits 17-fache Weltmeisterin in unterschiedlichen Disziplinen, ebenfalls ihr Können.

Mit Bescheidenheit aber auch einer gehörigen Portion Stolz berichtete Willi Zinken über die Werte und Erfolge des vor 11 Jahren gegründeten Vereins. Neben körperlicher Fitness steigern viele Kinder und Jugendliche vor allem auch ihr Selbstvertrauen bei fairem Umgang miteinander.

Der heute 150 Mitglieder zählende Verein ist zu Recht stolz darauf, dass über 130 Aktive in allen Altersgruppen die Trainingshalle regelmäßig zum Sport nutzen und sich zahlreich in das Vereinsleben einbringen.

Die Gruppe des Wettkampfkaders ließ es sich nicht nehmen, mir ein Willkommensgeschenk zu überreichen: Ein paar neue, vom Kader live während des Besuches signierte Boxhandschuhe.

Ich dankte Allen sehr herzlich für die freundliche Aufnahme und trat sichtlich beeindruckt die Rückreise aus Wormersdorf, dem „Land der Liebe,“ in die Rheinbacher Kernstadt an.

05.06.2020

Informationsbesuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbach

Seit mehr als 20 Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr für mich eine echte Herzensangelegenheit.

Deshalb habe ich mich auch sehr auf den Informationsbesuch bei unserer Freiwilligen Feuerwehr in Rheinbach gefreut.

Und was soll ich sagen, meine bereits hohen Erwartungen sind mehr als nur erfüllt worden. Ich wurde herzlich empfangen und habe umfangreiche Informationen über Personalstärke, Aus- und Fortbildung, Ausrüstung mit Fahrzeugen und Geräten, Zusammenarbeit mit anderen Wehren und noch Einiges mehr bekommen.

Bei unserer Verabschiedung war ich dann vollkommen überzeugt von der hohen Professionalität und Schlagkraft der allesamt ehrenamtlich tätigen Kameradinnen und Kameraden.

04.06.2020

Der Georgsring leistet eine beeindruckende Arbeit

Beim Besuch des Sozialzentrums hatte ich in dieser Woche Gelegenheit, mit dem Vorsitzenden des Georgsrings, Martin Fröhlich, zu sprechen. Ich habe viel über das Engagement des Vereins in seiner über 50jährigen Geschichte erfahren. Der Georgsring e.V. ist der Förderverein der Georgspfadfinderschaft, und er betrachtet es heute noch als seine Hauptaufgabe, das Wirken der Georgspfadfinder zu begleiten und zu unterstützen. In Rheinbach ist er sehr bekannt geworden durch das Projekt „Neue Pfade für Jugendliche“, u.a. auch durch die vielen wertvollen Restaurierungsarbeiten im Rheinbacher Stadtgebiet. Heute verbindet die Bevölkerung den Georgsring vor allen Dingen mit dem Möbellager, der Fahrradwerkstatt und dem Projekt „Neue Pfade Joblotsen“. Alle diese Projekte sind durch den Gedanken geprägt, soziale Hilfestellung zu leisten.

Die ehrenamtliche Arbeit des Georgrings ist wirklich beeindruckend und für Rheinbach unverzichtbar. Es stützt meine eigenen Erfahrungen, die ich als Bürgermeister in Everswinkel gemacht habe. Die Kommune, der Staat, können nicht alles selbst machen. Die Stadt kann und muss aber das Ehrenamt ermutigen und fördern.

01.06.2020

Mein Besuch auf dem Campus Klein-Altendorf

Gerne habe ich als designierter überparteilicher Bürgermeisterkandidat von SPD, UWG, FDP und Bündnis 90/Die Grünen das Gespräch mit Prof. Dr. Ralf Pude, dem Leiter des Campus Klein-Altendorf der Universität Bonn, gesucht. Ich bin beeindruckt von der Vielfalt und der Intensität der von diesem Institut verfolgten Arbeiten.

Bei einem Gespräch auf dem Campus erläuterte Prof. Pude die Funktion des Campus und stellte die aktuellen Forschungsvorhaben vor. Dabei wies er auf die enge Zusammenarbeit auch mit lokalen Stellen hin. Zu den aktuellen Forschungsvorhaben im Bereich nachwachsender Rohstoffe gehören neben Miscanthus auch die durchwachsenden Silphie, Sida, Topinambur sowie schnellwachsende Bäume wie Paulownia. Besonderes Augenmerk gilt aber dem Forschungsprofil „Innovationen und Technologien für eine nachhaltige Zukunft“. Hierbei stehen nachhaltige Baustoffe, nachhaltige Verpackungsmaterialien und Torfersatzprodukte im Vordergrund.

Aber auch die Verknüpfung mit den regionalen Akteuren wurde diskutiert. Hierbei stand der bio innovation park Rheinland e.V. im Mittelpunkt des Gesprächs. Dieses Netzwerk aus Wissenschaft (Universität Bonn, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, etc.) und regionaler Wirtschaft bietet einen direkten Austausch zwischen Forschung und Praxis.

Prof. Pude betonte auch die Bedeutung überregionaler Zusammenarbeit, wie z.B. das Kooperationszentrum Gartenbau, kurz KoGa. Dies ist ein bundesweit einmaliger Zusammenschluss, in dem u.a. Wissenschaftler (z.B. Doktoranden) mit der Praxis (z.B. Meisterschüler) zusammenarbeiten. KoGa ist ein Paradebeispiel länderübergreifender Zusammenarbeit in Forschung, Lehre, Aus- und Weiterbildung sowie Beratung.

Ich bin äußerst interessiert an den vielfältigen Aufgabenstellungen und Zusammenschlüssen am Campus Klein-Altendorf und habe mich bei Prof. Pude herzlich für das offene Gespräch bedankt. Ich habe das Universitätsgelände mit dem Versprechen verlassen, dass dies sicherlich nicht der letzte Besuch am Campus Klein-Altendorf gewesen sei. Die in diesem Gespräch gewonnenen Informationen und Eindrücke über die hier betriebene Forschung, ihre Verknüpfung mit der regionalen Wirtschaft und deren nachhaltigen Entwicklungsmöglichkeiten seien eindrucksvoll und es wert, vertieft zu werden.