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Mein Rheinbach-Tagebuch

06.07.2020

Partnerschaft des Friedens zwischen Douaumont-Vaux und Rheinbach

Am 10. November 2019 gegründet wurde die symbolträchtige Partnerschaft des Friedens zwischen der Commune de Douaumont-Vaux, bestehend aus zwei Dörfern auf dem ehemaligen Schlachtfeld bei Verdun, und der Stadt Rheinbach.

Im Rathaus gibt derzeit eine sehr anschaulich gestaltete Ausstellung gute Einblicke in die Zeit des 1. Weltkrieges, die menschenverachtende Schlacht bei Verdun, die Nachkriegszeit sowie die Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland bis hin zur heutigen Partnerschaft des Friedens.

Ich habe es mir nicht nehmen lassen, die Ausstellung unter fachkundiger Führung von Peter Baus zu besuchen.

Wenn man sich an solche Gräueltaten erinnert, wird einem wieder sehr bewusst, wie gut es uns doch geht. Den Krieg nicht aus eigenem Erleben kennen zu müssen, sondern in Frieden und Freiheit leben zu dürfen, das ist jede Anstrengung wert!

Tief bewegt von den gewonnenen Eindrücken wünsche ich der Partnerschaft des Friedens, dass sie die Erinnerung wachhält und somit ihren Teil zu Frieden und Freundschaft in Europa beiträgt.

03.07.2020

Feierabendmarkt in Rheinbach ist ein Gewinn für die Stadt

Neu in Rheinbach ist seit dem 2. Juli der Rheinbacher Feierabendmarkt. Er findet nun jeden Donnerstag auf dem Kirchplatz St. Martin von 16.00 bis 19.00 Uhr statt. Kleine Erzeugerbetriebe aus der Region bieten ihre Waren an. Die Eröffnung habe ich mir mit meiner Partnerin nicht entgehen lassen. Bei den „Beschickern“ des Marktes habe ich mir einen Überblick verschafft und kam an den einzelnen Ständen mit vielen Anbieterinnen und Anbietern sowie Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Das Angebot auf dem Markt war vielfältig. So boten Erzeuger u.a. frische Freilandeier an sowie Kartoffeln, saisonales Obst, frisches Gemüse und Milchprodukte. An mehreren Ständen gab es leckere Kirschen und natürlich auch Honig. Vertreten war u.a. auch die Verein NaturGarten e.V., die Initiative Plastikmüllfreies Rheinbach, der Eine-Welt-Laden und die Fairtrade-Steuerungsgruppe Rheinbach. Demnächst wird das Angebot erweitert werden mit Chutneys, Duft- und Kräuterpflanzen, Ziegenkäse und Brot.

Der Feierabendmarkt ist wirklich ein Gewinn für die Rheinbach und eine tolle Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Und so waren unter meinen Gesprächspartnern auch Bürgermeister Stefan Raetz, Pfarrer Bernhard Dobelke sowie Oliver Wolf vom Gewerbeverein Rheinbach.

01.07.2020

Waldspaziergang mit Stadtförster Sebastian Tölle

Mit Stadtförster Sebastian Tölle habe ich mich zu einem kleinen Waldspaziergang getroffen. In dem sehr interessanten Gespräch hat er mir detailliert die Bewirtschaftung des Rheinbacher Stadtwaldes mit allen seinen Herausforderungen erläutert.

Der 830 Hektar umfassende Stadtwald hat drei Hauptfunktionen: die Nutzfunktion, die Erholfunktion und die Schutzfunktion. Zunächst schützt der Wald vor Hochwasser, Lärm, Staub und bietet Lebensraum für Tiere. Ein sehr wichtiges Element ist der Beitrag des Waldes für das Klima besonders hier in Rheinbach.  Für den Bereich der Nutzfunktion berichtete Sebastian Tölle von einem jährlichen Zuwachs von 6.000 m3/Jahr bei einem Jahreshiebsatz von 5.000 m3/Jahr. Viele Faktoren gefährden und reduzieren den Waldbestand. Der extrem trockene Sommer 2018 verursachte eine starke Schädigung der Buchen, dessen ganzes Ausmaß sich erst im Jahr 2019 zeigte. Den größten Schaden erlitt der Fichtenbestand, der in den letzten beiden Jahren durch den explodierenden Borkenkäferbefall massiv reduziert wurde und im kommenden Jahr fast vollständig verschwunden sein wird. Die seit etwa einem Jahr im Stadtwald vorhandene Douglasienmücke vernichtet mühelos 130 Jahre alte Douglasien. Zum Glück hatte schon sein Vorgänger die Fichte zurückgedrängt, die resistente Eiche (43% Anteil) gefördert und durch gezielte Durchforstung die Naturverjüngung vorangetrieben, sodass der Wald in vielen Bereichen noch relativ gut intakt ist und ein attraktives Erscheinungsbild bietet. Ein vorrausschauendes Handeln auch seiner Vorgänger über viele Jahrzehnte habe den heutigen Stand ermöglicht. Schließlich kann mit dem erzielten Erlös das hervorragende Wegenetz erhalten werden und ein großer Beitrag für die Erholung der Rheinbacher Bürger und vieler Besucher geleistet werden.

Sehr gut informiert habe ich mich bei Stadtförster Tölle herzlich für das Gespräch bedankt.

26.06.2020

Beindruckt vom Besuch des Jugendwohnheims „Haus Rheinbach“

Bevor die Sommerferien beginnen, habe ich eine weitere Gelegenheit zum Besuch einer besonderen Einrichtung unserer schönen Stadt genutzt: Rheinbach unterhält mit dem „Haus Rheinbach“ ein Wohnheim für angehende Handwerkerinnen und Handwerker der Glasberufe, die ihre Berufsschulblöcke an der Glasfachschule leisten.

Ich durfte die Geschäftsführung Ingo und Dr. Alexandra Steins persönlich kennenlernen, die mir neben dem aktuellen Corona-Schutzkonzept auch einen umfassenden Eindruck über das Haus mit Mensa, den Wohntrakt für Schülerinnen und Schüler, die Freizeiträume sowie den Außenbereich vermittelt haben.

Sehr beeindruckt bin ich von der Tatsache, wie gut die Pädagoginnen und Pädagogen sowie Schülerinnen und Schüler die Umstände in dieser besonderen Zeit meistern; und ich wünsche uns allen, dass möglichst bald wieder Normalbetrieb einkehren kann. Dann könnte auch die hauseigene Grillhütte wieder Schauplatz für die beliebten After-School-Events sein.

Ein architektonisches Highlight meines Besuchs war der zum Haus gehörende Hans-Schmitz-Pavillon, eine gläserne Kostbarkeit Rheinbachs, die derzeit u.a. ein Kunstprojekt zum Thema „Glück“ beherbergt. Wie gut, dass ich in dieser schönen Stadt zu Hause sein darf.

22.06.2020

Gespräch mit dem Stadtsportverband Rheinbach

Das war schon ein sehr informatives Gespräch, dass ich mit Karl-Heinz Carle, dem Vorsitzenden des Stadtsportverbandes Rheinbach (SSV) und seinem Vertreter, Dieter Schmidt, führen durfte. Ein Gespräch, in dem ich Etliches über Sportlerehrungen, Sportförderung und Sportanlagen in Rheinbach erfahren habe.

Das große Engagement, das beide Herren in ihrem Eintreten für die Belange der 29 Rheinbacher Sportvereine mit über 6.500 Sportlerinnen und Sportler zeigen, ihr unermüdlicher Einsatz als Ehrenamtler, ihr regelmäßiger Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rheinbacher Stadtverwaltung, dies alles hat mir deutlich gezeigt, dass die Interessen des Rheinbacher Sports beim SSV in guten Händen liegen.

Die Herausforderungen seien laut SSV groß: Zu geringe Kapazitäten auf den Sportplätzen und in den Turnhallen, zum Teil erheblicher Sanierungsstau und Förderprogramme, die zwar helfen, aber längst nicht ausreichen. Schwierigkeiten, die dem Vorstand des SSV große Sorgen machen.

Da stehen allen Beteiligten (Sportvereine, SSV, Stadtverwaltung und dem kommenden Bürgermeister) große, aber auch sehr wichtige Aufgaben bevor. Denn mir ist in diesem Gespräch erneut deutlich geworden, welch hohen Stellenwert der Sport für unsere Gesellschaft hat.

Die für dieses Gespräch zur Verfügung stehende Zeit war viel zu kurz, um die ganze Spannbreite der Themen auch nur anzudeuten. Mein Vorschlag, unser Gespräch in einer weiteren Runde fortzuführen, fand daher große Zustimmung. Erfreut waren die Herren Carle und Schmidt über die Idee, mir einmal bei einem der Sportabzeichen-Abnahmetermine den Betrieb auf der Sportanlage am Stadtpark anzusehen. Darauf freue ich mich.

20.06.2020

Besuch der Pfadfinder vom VCP Gau Tomburger Schar

Zu Beginn dieser Woche hatte ich das Vergnügen, die Gruppenleiter der Pfadfinder vom VCP Gau Tomburger Schar in Wormersdorf zu besuchen. Wie es für die Pfadfinder üblich ist, ging es raus in die Natur, und wir bestiegen gemeinsam die Tomburg.

Die Pfadfinder betreiben in der Kernstadt von Rheinbach so wie in Wormersdorf mehrere Gruppen und überzeugen auch heute noch mit Einfachheit und Abenteuer. Ideen, die inzwischen über 100 Jahre alt sind, aber offensichtlich nicht an Faszination verloren haben.

Besonders beeindruckend war für mich, dass Jugendliche und junge Erwachsene selbstständig und eigenverantwortlich Lager im In- und Ausland planen und daran offensichtlich eine Menge Spaß haben.

Wieder wurde ich in meiner Auffassung bestärkt, dass das Ehrenamt ein unverzichtbarer Pfeiler für die Kommune ist und es Aufgabe der Stadt ist, Ehrenamt zu ermutigen und zu fördern.

18.06.2020

Besuch beim Wormersdorfer Sportverein Tomburg Boxing Rheinbach e.V

Auf freundliche Einladung des Vereinsvorsitzenden Willi Zinken besuchte ich am vergangenen Wochenende den Tomburg Boxing Rheinbach e.V. und wohnte dem Training des Wettkampfkaders bei.

Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 7 und 17 Jahren beeindruckten während des etwa einstündigen Trainings durch Teamgeist, Körperbeherrschung und Kondition. Auch an Weltmeisterschaften nimmt der Kader seit vielen Jahren teil. So zeigte Sarah Liegmann, mit 18 Jahren bereits 17-fache Weltmeisterin in unterschiedlichen Disziplinen, ebenfalls ihr Können.

Mit Bescheidenheit aber auch einer gehörigen Portion Stolz berichtete Willi Zinken über die Werte und Erfolge des vor 11 Jahren gegründeten Vereins. Neben körperlicher Fitness steigern viele Kinder und Jugendliche vor allem auch ihr Selbstvertrauen bei fairem Umgang miteinander.

Der heute 150 Mitglieder zählende Verein ist zu Recht stolz darauf, dass über 130 Aktive in allen Altersgruppen die Trainingshalle regelmäßig zum Sport nutzen und sich zahlreich in das Vereinsleben einbringen.

Die Gruppe des Wettkampfkaders ließ es sich nicht nehmen, mir ein Willkommensgeschenk zu überreichen: Ein paar neue, vom Kader live während des Besuches signierte Boxhandschuhe.

Ich dankte Allen sehr herzlich für die freundliche Aufnahme und trat sichtlich beeindruckt die Rückreise aus Wormersdorf, dem „Land der Liebe,“ in die Rheinbacher Kernstadt an.

05.06.2020

Informationsbesuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbach

Seit mehr als 20 Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr für mich eine echte Herzensangelegenheit.

Deshalb habe ich mich auch sehr auf den Informationsbesuch bei unserer Freiwilligen Feuerwehr in Rheinbach gefreut.

Und was soll ich sagen, meine bereits hohen Erwartungen sind mehr als nur erfüllt worden. Ich wurde herzlich empfangen und habe umfangreiche Informationen über Personalstärke, Aus- und Fortbildung, Ausrüstung mit Fahrzeugen und Geräten, Zusammenarbeit mit anderen Wehren und noch Einiges mehr bekommen.

Bei unserer Verabschiedung war ich dann vollkommen überzeugt von der hohen Professionalität und Schlagkraft der allesamt ehrenamtlich tätigen Kameradinnen und Kameraden.

04.06.2020

Der Georgsring leistet eine beeindruckende Arbeit

Beim Besuch des Sozialzentrums hatte ich in dieser Woche Gelegenheit, mit dem Vorsitzenden des Georgsrings, Martin Fröhlich, zu sprechen. Ich habe viel über das Engagement des Vereins in seiner über 50jährigen Geschichte erfahren. Der Georgsring e.V. ist der Förderverein der Georgspfadfinderschaft, und er betrachtet es heute noch als seine Hauptaufgabe, das Wirken der Georgspfadfinder zu begleiten und zu unterstützen. In Rheinbach ist er sehr bekannt geworden durch das Projekt „Neue Pfade für Jugendliche“, u.a. auch durch die vielen wertvollen Restaurierungsarbeiten im Rheinbacher Stadtgebiet. Heute verbindet die Bevölkerung den Georgsring vor allen Dingen mit dem Möbellager, der Fahrradwerkstatt und dem Projekt „Neue Pfade Joblotsen“. Alle diese Projekte sind durch den Gedanken geprägt, soziale Hilfestellung zu leisten.

Die ehrenamtliche Arbeit des Georgrings ist wirklich beeindruckend und für Rheinbach unverzichtbar. Es stützt meine eigenen Erfahrungen, die ich als Bürgermeister in Everswinkel gemacht habe. Die Kommune, der Staat, können nicht alles selbst machen. Die Stadt kann und muss aber das Ehrenamt ermutigen und fördern.

01.06.2020

Mein Besuch auf dem Campus Klein-Altendorf

Gerne habe ich als designierter überparteilicher Bürgermeisterkandidat von SPD, UWG, FDP und Bündnis 90/Die Grünen das Gespräch mit Prof. Dr. Ralf Pude, dem Leiter des Campus Klein-Altendorf der Universität Bonn, gesucht. Ich bin beeindruckt von der Vielfalt und der Intensität der von diesem Institut verfolgten Arbeiten.

Bei einem Gespräch auf dem Campus erläuterte Prof. Pude die Funktion des Campus und stellte die aktuellen Forschungsvorhaben vor. Dabei wies er auf die enge Zusammenarbeit auch mit lokalen Stellen hin. Zu den aktuellen Forschungsvorhaben im Bereich nachwachsender Rohstoffe gehören neben Miscanthus auch die durchwachsenden Silphie, Sida, Topinambur sowie schnellwachsende Bäume wie Paulownia. Besonderes Augenmerk gilt aber dem Forschungsprofil „Innovationen und Technologien für eine nachhaltige Zukunft“. Hierbei stehen nachhaltige Baustoffe, nachhaltige Verpackungsmaterialien und Torfersatzprodukte im Vordergrund.

Aber auch die Verknüpfung mit den regionalen Akteuren wurde diskutiert. Hierbei stand der bio innovation park Rheinland e.V. im Mittelpunkt des Gesprächs. Dieses Netzwerk aus Wissenschaft (Universität Bonn, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, etc.) und regionaler Wirtschaft bietet einen direkten Austausch zwischen Forschung und Praxis.

Prof. Pude betonte auch die Bedeutung überregionaler Zusammenarbeit, wie z.B. das Kooperationszentrum Gartenbau, kurz KoGa. Dies ist ein bundesweit einmaliger Zusammenschluss, in dem u.a. Wissenschaftler (z.B. Doktoranden) mit der Praxis (z.B. Meisterschüler) zusammenarbeiten. KoGa ist ein Paradebeispiel länderübergreifender Zusammenarbeit in Forschung, Lehre, Aus- und Weiterbildung sowie Beratung.

Ich bin äußerst interessiert an den vielfältigen Aufgabenstellungen und Zusammenschlüssen am Campus Klein-Altendorf und habe mich bei Prof. Pude herzlich für das offene Gespräch bedankt. Ich habe das Universitätsgelände mit dem Versprechen verlassen, dass dies sicherlich nicht der letzte Besuch am Campus Klein-Altendorf gewesen sei. Die in diesem Gespräch gewonnenen Informationen und Eindrücke über die hier betriebene Forschung, ihre Verknüpfung mit der regionalen Wirtschaft und deren nachhaltigen Entwicklungsmöglichkeiten seien eindrucksvoll und es wert, vertieft zu werden.